Knochenschwund

Osteoporose: Ursachen

Autoren: Jennifer Hamatschek , Tatiana Schmid Stand: 09.02.26
Ursachen
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Die meisten Betroffenen leiden an der primären Form der Osteoporose. Direkte Ursachen dieser Erkrankung sind bis heute nicht bekannt. Allerdings weiß man, dass vor allem ein höheres Lebensalter, Hormonmangel und verschiedene weitere Faktoren die Entwicklung der Erkrankung begünstigen.

Osteoporose: Das passiert im Knochen

In unseren Knochen finden ständig Auf-, Um- und Abbauprozesse statt. Während in jungen Jahren der Knochenaufbau überwiegt, kommt es spätestens ab dem 40. Lebensjahr zu einem vermehrten Abbau von Knochensubstanz. Das ist zunächst ein normales Zeichen des Alterns und noch keine Erkrankung.

Osteoporose – Knochenaufbau

Bei Osteoporose liegt ein gestörter Knochenstoffwechsel vor, der einen vermehrten Abbau von Knochenmasse nach sich zieht. Dies führt zu einem Absinken der Knochendichte und einer veränderten Mikroarchitektur der Knochen. Die Folge: Poröse Knochen, die bereits bei geringer Belastung brechen.

Primäre Osteoporose: Ursachen

Die genauen Ursachen, die eine primäre Osteoporose auslösen, sind bis heute nicht bekannt. Fakt ist, dass bestimmte Faktoren das Risiko für die Erkrankung erhöhen können. Dazu zählen neben einer familiären Veranlagung insbesondere ein höheres Lebensalter, das weibliche Geschlecht, Calcium- und Vitamin D-Mangel sowie zu wenig Bewegung und Rauchen.

Mehr über die Risikofaktoren für Osteoporose.

Gut zu wissen:

Die Mehrheit der betroffenen Frauen leidet an einer primären Osteoporose. Bei Männern spielt dagegen die sekundäre Osteoporose eine größere Rolle.

Was ist Osteoporose?

Chronische Skeletterkrankung mit fortschreitendem Verlauf.

Kennzeichen:

  • Die Knochenmasse nimmt ab
  • Der Feinaufbau der Knochen verändert sich
  • Die Knochen werden porös und brechen leicht

Sekundäre Osteoporose: Ursachen

Die sekundäre Form der Osteoporose tritt seltener auf. Sie wird durch verschiedene Grunderkrankungen oder deren Behandlung (mit)verursacht.

Diese Erkrankungen können die Entwicklung von Osteoporose begünstigen (Beispiele):

  • Diabetes mellitus Typ 1 und 2
  • Überfunktion der Nebenschilddrüse (Hyperparathyreoidismus)
  • Cushing-Syndrom (krankhaft erhöhter Kortisonspiegel im Blut, Hypercortisolismus)
  • Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
  • Testosteronmangel (beim Mann)
  • Wachstumshormonmangel
  • Chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Chronische Nierenschwäche (Niereninsuffizienz)
  • Rheumatoide Arthritis
  • Systemischer Lupus erythematodes
  • Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • HIV-Infektion

Diese Medikamente können die Entwicklung von Osteoporose begünstigen:

  • Kortison-Präparate – insbesondere, wenn diese zur Langzeitbehandlung (länger als 3 Monate) zum Einsatz kommen
  • Protonenpumpenhemmer
  • Antihormon-Präparate zur Brustkrebs-Therapie
  • Antihormonelle Therapie beim Mann

Als weitere Ursachen für eine sekundäre Osteoporose kommen auch ein langfristiger Bewegungsmangel durch Bettlägerigkeit (zum Beispiel nach schweren Unfällen) und Alkoholmissbrauch infrage.

Osteoporose: Symptome & Folgen

  • Knochenbrüche
  • Schmerzen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Abnahme der Körpergröße
  • „Witwenbuckel“
  • „Tannenbaum-Phänomen“
  • Pflegebedürftigkeit
  • Störungen der Lungenfunktion

Autoren, medizinische Fachinformationen und Quellen

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Stand: zuletzt aktualisiert am 09.02.26

Wissenschaftliche Standards:
Dieser Text entspricht den Standards und Vorgaben aus der ärztlichen Fachliteratur, folgt den einschlägigen medizinischen Leitlinien, Veröffentlichungen von Fachgesellschaften sowie aktuellen Studien und wurde von Fachjournalisten geprüft. Mehr zu unseren Qualitätssicherungsstandards

Autoren:

Jennifer Hamatschek

Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie

Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet. Mehr zu Jennifer Hamatschek
Tatiana Schmid

Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung

Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung. Mehr zu Tatiana Schmid

ICD-Code:

ICD-Codes (International Classification of Diseases) sind weltweit anerkannte medizinische Verschlüsselungen für Diagnosen. Sie werden von Ärzt:innen verwendet, um Krankheiten und Gesundheitsstörungen eindeutig zu klassifizieren und finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.

Quellen:

Fachliche Endprüfung und Qualitätssicherung:

Sandra Winter

Sandra Winter, Gesundheitsredaktion

Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche. Mehr zu Sandra Winter

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2Dachverband Osteologie, Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE) et.al.: S3-Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr. Stand: September 2023, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/183-001.