Knochendichte & Co.

Osteoporose: Diagnose

Autoren: Jennifer Hamatschek , Tatiana Schmid Stand: 03.02.26
Osteoporose: Diagnose
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Bei Verdacht auf Osteoporose können bestimmte Maßnahmen zur Basisdiagnostik vorgenommen werden. Diese ermitteln, wie groß das individuelle Knochenbruchrisiko ist. Die sogenannte Knochendichtemessung spielt dabei eine wichtige Rolle.

Wer sollte eine Basisdiagnostik erhalten?

Die Basisdiagnostik wird insbesondere in folgenden Fällen bzw. für folgende Personengruppen empfohlen1:

  • Frauen nach der Menopause
  • Frauen und Männer, die älter als 50 Jahre sind, wenn gleichzeitig wesentliche Risikofaktoren vorliegen

Wichtige Anlässe für die Notwendigkeit einer Basisdiagnostik bei den genannten Personengruppen sind:

  • Knochenbruch an einer für Osteoporose typischen Stelle
    Mehr erfahren
  • Sturz aus dem Stand oder aus dem Sitzen

Grundsätzlich empfohlen wird die Basisdiagnostik allen Frauen und Männern, die über 70 Jahre alt sind.

Zu welchem Arzt sollte man zur Diagnose von Osteoporose gehen?

Im ersten Schritt sollten Sie sich an Ihre Hausarztpraxis wenden. Bei Bedarf wird man Sie an einen Facharzt (Osteologen) überweisen.

Gut zu wissen:

Osteologen sind Ärzte, die vom Dachverband Osteologie (DVO) zertifiziert werden und sich im Bereich der Versorgung von Patienten mit Knochenkrankheiten spezialisiert haben.

Wie erfolgt die Basisdiagnostik bei Osteoporose?

Zur Basisdiagnostik stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung:

Anamnese: Erfassen der Krankheitsgeschichte im Gespräch, Erhebung von individuellen Risikofaktoren wie z. B. Alter, Geschlecht, Genetik, Alkoholkonsum, bestimmte Grunderkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus, Zöliakie. Mehr über die Risikofaktoren erfahren

Körperliche Untersuchung: Im Rahmen einer körperlichen Untersuchung werden Körpergröße und Gewicht gemessen und die Wirbelsäule auf Verformungen (Rundrücken) untersucht. Darüber hinaus beurteilt der Arzt auch Muskelkraft und Sturzgefährdung und hält eventuelle Hinweise auf eine sekundäre Ursache der Osteoporose fest.

DXA-Knochendichtemessung: Zur Ermittlung des Schweregrads der Osteoporose wird eine sogenannte Knochendichtemessung (auch „BMD-Messung“ = bone mineral density) durchführt. Dabei wird der Mineralgehalt des Knochens an der Lendenwirbelsäule und Hüfte bestimmt. In der Regel wird hier die DEXA-Methode angewendet. Einer besonderen Bedeutung kommt der T-Wert (T-Score) zu. Ein im Vergleich zu jungen, gesunden Erwachsenen niedriger T-Wert steht für eine geringere Knochendichte – das Risiko für Knochenbrüche ist erhöht.

Basislabor: Verschiedene Laboruntersuchungen können durchgeführt werden, um andere Knochenstoffwechselerkrankungen zu erkennen und das Vorliegen einer sekundären Osteoporose auszuschließen. Da die meisten Osteoporose-Medikamente bei starker Nierenschwäche nicht angewendet werden dürfen, ist vor Therapiebeginn eine Überprüfung der Nierenfunktion wichtig.

Bildgebende Diagnostik: Falls sich Hinweise auf Wirbelkörperbrüche ergeben, wird ein Röntgenbild der Wirbelsäule gemacht, um eventuelle Frakturen zu erkennen. Zudem können so andere Erkrankungen (z. B. entzündliche oder verschleißbedingte Veränderungen, Tumoren) ausgeschlossen werden.


Osteoporose: Symptome & Folgen

  • Knochenbrüche
  • Schmerzen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Abnahme der Körpergröße
  • „Witwenbuckel“
  • „Tannenbaum-Phänomen“
  • Pflegebedürftigkeit
  • Störungen der Lungenfunktion

Autoren, medizinische Fachinformationen und Quellen

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Stand: zuletzt aktualisiert am 03.02.26

Wissenschaftliche Standards:
Dieser Text entspricht den Standards und Vorgaben aus der ärztlichen Fachliteratur, folgt den einschlägigen medizinischen Leitlinien, Veröffentlichungen von Fachgesellschaften sowie aktuellen Studien und wurde von Fachjournalisten geprüft. Mehr zu unseren Qualitätssicherungsstandards

Autoren:

Jennifer Hamatschek

Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie

Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet. Mehr zu Jennifer Hamatschek
Tatiana Schmid

Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung

Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung. Mehr zu Tatiana Schmid

ICD-Code:

ICD-Codes (International Classification of Diseases) sind weltweit anerkannte medizinische Verschlüsselungen für Diagnosen. Sie werden von Ärzt:innen verwendet, um Krankheiten und Gesundheitsstörungen eindeutig zu klassifizieren und finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.

Fußnoten und Zitate:

Quellen:

Fachliche Endprüfung und Qualitätssicherung:

Sandra Winter

Sandra Winter, Gesundheitsredaktion

Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche. Mehr zu Sandra Winter

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