Was ist Osteoporose?

Was ist Osteoporose? Osteoporose – was ist das eigentlich genau?

Alleine in Deutschland leiden über sechs Millionen Menschen an Osteoporose. Die Dunkelziffer ist unbekannt. Denn das Heimtückische an dieser Erkrankung ist, dass der Knochenschwund schleichend fortschreitet und Betroffene oft erst spät bemerken, dass etwas nicht stimmt. Das ist meist der Fall, wenn starke Schmerzen oder der erste Knochenbruch auftreten – bis dahin können zehn oder mehr Jahre vergehen.

Osteoporose: Definition

Im Volksmund wird die Osteoporose auch als „Knochenschwund“ bezeichnet – das macht deutlich, was passiert: Knochensubstanz geht verloren. Genauer gesagt handelt es sich bei Osteoporose (wörtlich übersetzt: „poröser Knochen“) aber um eine chronische Skeletterkrankung, die durch einen krankhaft vermehrten Abbau von Knochengewebe gekennzeichnet ist. Dabei kommt es nicht nur zu einer verminderten Knochenmasse, sondern auch zu Veränderungen im Feinaufbau des Knochengewebes.

Im Krankheitsverlauf werden die Knochen zunehmend porös und verlieren ihre Festigkeit und Stabilität, sodass es schon bei gewöhnlichen Belastungen oder leichten Stürzen zu Frakturen kommen kann. Das Problem ist, dass die Erkrankung lange Zeit ohne erkennbare Symptome verläuft, sodass sie häufig erst spät – meist nach dem ersten Knochenbruch − erkannt wird.

Die meisten Patienten leiden unter einer primären Osteoporose, die ohne erkennbaren Grund entsteht. Sind Grunderkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder bestimmte Darmerkrankungen die Ursache, liegt eine sekundäre Osteoporose vor, die allerdings deutlich seltener ist.

Wenn es infolge der Osteoporose bereits zu einem Knochenbruch gekommen ist, sprechen Ärzte auch von einer „manifesten“ Osteoporose. Der Fachbegriff „Osteopenie“ bezeichnet eine Vorstufe der Osteoporose, bei der bereits eine erniedrigte Knochendichte vorliegt.

Was passiert im Knochen?

Auch wenn es zunächst nicht so scheint, sind unsere Knochen alles andere als ein starres Gebilde. Tatsächlich sind sie ständigen Auf- und Abbauprozessen unterworfen, an denen verschiedenen Zellen im Knochen beteiligt sind.

  • Osteoklasten: Zellen, die Knochensubstanz abbauen.
  • Osteoblasten: Zellen, die neue Knochensubstanz bilden.
Osteoporose – was ist das eigentlich genau?

Ab einem bestimmten Alter (wenn die maximale Knochendichte erreicht ist) überwiegen die Abbauprozesse im Knochen, das ist normal. Bei Osteoporose kommt es allerdings zu einem vermehrten Abbau von Knochensubstanz, sodass die Knochendichte abnimmt und auch der Feinaufbau der Knochen leidet. Dadurch wird die Struktur des Knochens immer löchriger und poröser. Die Folge ist, dass die Knochen instabil werden und schon bei leichten Belastungen brechen können.

Osteoporose: Alter & Hormone

Die genauen Ursachen der primären Osteoporose sind bis heute noch nicht bekannt. Klar ist allerdings, dass bestimmte Risikofaktoren den Abbau von Knochengewebe begünstigen. Dabei spielen das Alter und die Hormone eine wichtige Rolle. Besonders häufig tritt die Erkrankung bei Frauen in den Wechseljahren auf (postmenopausale Osteoporose), weil die Produktion der für den Aufbau von Knochenmasse wichtigen Östrogene sinkt. Da bei Männern die Testosteronspiegel im Alterungsprozess langsamer abfallen, tritt die Erkrankung bei ihnen etwas später auf.

Osteoporose – eine heimtückische Erkrankung

Da Osteoporose über viele Jahre hinweg ohne Symptome verlaufen kann, wird die Erkrankung leider oftmals erst spät erkannt. Dabei zählt Osteoporose zu den weltweit häufigsten Erkrankungen. Mehr als 40 Prozent der Frauen über 50 Jahre erleiden einen durch Osteoporose bedingten Knochenbruch, bei den Männern sind es 13 Prozent.

Umso wichtiger ist es, sich der Gefahr bewusst zu sein und frühzeitig die nötigen Maßnahmen zur Vorbeugung zu ergreifen. Dazu gehören neben regelmäßiger Bewegung vor allem eine gute Versorgung mit Calcium und Vitamin D. Insbesondere Menschen, bei denen bestimmte Risikofaktoren vorliegen, sollten alle Möglichkeiten nutzen, um dem Knochenabbau aktiv entgegenzuwirken.

Gut zu wissen: Studien zufolge werden mehr als 75 Prozent der Betroffenen nicht rechtzeitig und richtig behandelt.
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