Osteoporose: Weitere Therapiebausteine

Osteoporose: Weitere Therapiebausteine Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiges Element der Osteoporose-Behandlung.

Die Basistherapie bei Osteoporose umfasst eine gute Versorgung mit Calcium und Vitamin D. Bei erhöhtem Knochenbruchrisiko wird zudem eine Behandlung mit speziellen Osteoporose-Medikamenten empfohlen. Es gibt aber noch einige weitere Therapiemaßnahmen, die einen wichtigen Beitrag zur Behandlung des Knochenschwunds liefern.

Körperliches Training bei Osteoporose

Regelmäßige Bewegung stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern wirkt sich auch positiv auf die Knochen aus. Denn anders als viele denken, ist der Knochen kein „totes“ Gewebe. Durch bestimmte Bewegungsreize wird der Knochenstoffwechsel angeregt und die Knochen werden so gekräftigt.

Allerdings kommt es auf die richtige Art der Bewegung an. Damit die gewünschten Effekte erreicht werden, ist ein steter Wechsel von Zug- und Druckbelastungen gefragt. Deshalb wird bei Osteoporose ein Krafttraining empfohlen, das an die individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Es stabilisiert auch die Haltung und kann so das Risiko für Stürze senken. Zusätzlich sollte auch ein Koordinationstraining erfolgen, denn so lassen sich Gleichgewichtsgefühl und Reaktionsvermögen schulen – und auch das kann dazu beitragen, gefährliche Stürze und damit Knochenbrüche zu vermeiden. Wichtig ist, dass das Training langfristig angelegt ist und mindestens zwei bis dreimal pro Woche erfolgt.

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Sturzprophylaxe bei Osteoporose

Die Vorbeugung von Stürzen spielt eine wichtige Rolle, um Knochenbrüche zu verhindern. Speziell der Oberschenkelhalsbruch ist bei älteren Menschen besonders gefürchtet, da viele Betroffene sich nicht mehr richtig davon erholen.

Im Rahmen einer Sturzprävention werden zum Beispiel folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Stolperfallen beseitigen (z. B. rutschige Teppiche, Telefonkabel, zu lange Hosen, schlechtes Schuhwerk)
  • Für eine ausreichende Ausleuchtung der Räume sorgen (auch nachts)
  • Haltegriffe im Bad anbringen
  • Sehkraft überprüfen und Sehschwächen durch geeignete Brille ausgleichen
  • Bei Gehbehinderungen eine Gehhilfe verwenden
  • Kreislaufstörungen behandeln
  • Hüftprotektoren (gepolsterte Kunststoffschalen, die über der Hüfte angebracht werden)
  • Gleichgewichts- und Koordinationstraining
Wichtig: Bestimmte Medikamente können das Sturzrisiko erhöhen. Ob die Arzneimittel durch andere ersetzt werden können, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Setzen Sie derartige Medikamente jedoch nie eigenmächtig ab.

Schmerztherapie bei Osteoporose

Akute Schmerzen bei Osteoporose können nach einem Knochenbruch zum Problem werden. Durch gehäufte Wirbelkörperbrüche kann ein sogenannter „Witwenbuckel“ (Rundrücken) entstehen, der von einem Verlust an Körpergröße begleitet wird. Dies führt zu einer veränderten Statik des gesamten Bewegungsapparates und löst oft schmerzhafte muskuläre Verspannungen und Verhärtungen aus. In der Folge können sich chronische Rücken- oder Kreuzschmerzen entwickeln. Sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen ist eine geeignete Schmerztherapie wichtig, um die Beschwerden schnell zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Nicht zuletzt kann dadurch verhindert werden, dass ein gefährlicher Teufelskreis aus Schmerzen, körperlicher Schonung und weiterem Knochenschwund entsteht.

Osteoporose – Kreisverlauf

Zur Linderung von Schmerzen bei Osteoporose stehen folgende Therapieoptionen zur Verfügung:

  • Herkömmliche Schmerzmittel (z. B. Diclofenac, Ibuprofen) für die kurzzeitige Behandlung
  • Lokalanästhetika, die vom Arzt gespritzt werden
  • Opioide (wenn die Schmerzen sich durch herkömmliche Wirkstoffe nicht lindern lassen)
  • Krankengymnastische Übungen
  • Kälte- oder Wärmeanwendungen
  • Entspannungsübungen (z. B. Progressive Muskelrelaxation)
  • Psychologische Schmerztherapie (z. B. Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie)
  • Operationsverfahren bei Wirbelkörpereinbrüchen (Vertebroplastik, Kyphoplastik)

Selbsthilfe & Reha

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Behandlung kann die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe sein. Viele Osteoporose-Patienten profitieren davon, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und Informationsangebote zu nutzen. Darüber hinaus kann auch eine Rehabilitation bei Osteoporose sinnvoll sein, um die Bewegungsfunktionen durch ein gezieltes Training wiederherzustellen und das Sturzrisiko zu reduzieren.

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Hexal AG, 83607 Holzkirchen, www.hexal.de

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